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descriptionMädchen mit Kissen vor dem Gesicht
Wer unter starker Akne leidet, möchte sich manchmal am liebsten einfach verstecken. Die weltweit häufigste Hauterkrankung trifft aber nicht nur Teenager.
descriptionGrafik: Pickelentstehung
Entsteht Akne durch zu viel Schokolade, zu wenig Sex und mangelnde Hygiene? Alles falsch. Zu viel Talg, Testosteron und Bakterien sind Ursachen für Akne.
descriptionFrau mit Handspiegel
Es gibt bestimmte Akneformen, die nur Frauen betreffen. Die Ursache ist eine Störung im Hormonhaushalt. Hier kann der Gynäkologe helfen.
descriptionGesichtsreinigung
Ein Muss ist schonende Pflege. Alles, was darüber hinausgeht – die Reduktion von Talg, Verhornung und Entzündung – gehört in die Hände des Hautarztes.
descriptionÄpfel
„An Akne ist man selber schuld“ – das trifft meistens nicht zu. Doch welche Rolle spielen Ernährung, Alkohol und Rauchen wirklich, wenn Pickel entstehen?
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Mehr als ein Teenie-Problem

Akne betrifft zu mehr als zwei Drittel junge Menschen und kann für viele weit mehr als ein Schönheitsfehler sein. Die gute Nachricht: In den allermeisten Fällen lässt sich Akne gut in den Griff bekommen. Und wenn der Spuk erst einmal vorbei ist, bleiben selten Narben zurück.

Im Überblick



Symptome

Typisch für die Akne ist, dass sie überwiegend dort auftritt, wo die Haut viele Talgdrüsen hat: im Gesicht, auf dem Dekolleté, den Schultern und dem Rücken. Je nach Art und Schwere entwickeln sich

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Aknenarben

Je nach Akneform und -verlauf kann es zu unterschiedlichen Narbenformen kommen – dann nämlich, wenn tiefe Hautschichten durch Entzündungen geschädigt wurden und die Haut versucht, das zerstörte Gewebe zu reparieren. Dieses neu gebildete Gewebe ist allerdings nicht wie die ursprüngliche Haut – es enthält keine neuen Talg- und Schweißdrüsen und ist auch weniger elastisch. Durch unfachmännisches Drücken und Quetschen kann die Narbenbildung noch gefördert werden. Narben sind auch durch die beste Hauptpflege nicht wieder rückgängig zu machen, es gibt allerdings wirksame Verfahren, mit denen man ihr Erscheinungsbild deutlich verbessern kann.
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Akneformen

Die Akne ist die häufigste Hauterkrankung überhaupt – kaum jemand, der in der Pubertät nicht wenigstens mit minimalen Anzeichen einer Akne zu kämpfen gehabt hätte. Am häufigsten ist die Acne vulgaris: die gewöhnliche Akne, die mit der Pubertät kommt und im dritten Lebensjahrzehnt in aller Regel wieder verschwindet. Akne kann auch bei Erwachsenen auftreten, die in der Pubertät keine Probleme mit dieser lästigen Hauterscheinung hatten.

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Acne vulgaris und Pubertät

Dass sich die Acne vulgaris gerade in den Lebensjahren während der Pubertät so oft entwickelt, hängt damit zusammen, dass der Körper noch „übt“: Die Hormone laufen Sturm in dieser Zeit und der Organismus muss sich noch ausbalancieren. Deshalb erledigt sich das Problem meist von selbst – dann nämlich, wenn sich der Hormonhaushalt beruhigt hat. Meist ist das mit Anfang bis Mitte zwanzig der Fall.

Hauptverantwortlich für die Acne vulgaris ist das Geschlechtshormon Testosteron – ein Hormon, das zu den Androgenen, also den männlichen Geschlechtshormonen zählt, aber auch bei Frauen in den Eierstöcken gebildet wird. Dieses Hormon hat viele Aufgaben. Unter anderem stimuliert es die Talgdrüsen der Haut, mehr Hautfett zu produzieren.

Wenn nun die Kanälchen, aus denen das Fett nach außen tritt, verengt oder verstopft sind, sammelt sich das Fett an und ist häufig schon bevor es sichtbar wird mit dem Finger als kleiner Knubbel unter der Haut tastbar. Die freien Fettsäuren in diesem Mitesser (Komedo) bewirken eine starke Zellreizung, was zu einer Entzündung führt. Zusammen mit bakteriellen Enzymen kann es dann zur vollständigen Zerstörung der Hautschichten mit eitriger Abszessbildung kommen. Das erscheint dann als eitrige Pustel.

Je nach Schweregrad muss die Acne vulgaris nicht in allen Fällen vom Hautarzt behandelt werden. Oft bringt eine konsequente Pflege schon eine ganze Menge. Und hin und wieder einen Mitesser oder ein Pickelchen – wer hat das nicht?
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Komodonenakne

Diese Form der Akne macht sich durch eine Ansammlung von Mitessern bemerkbar – entzündlich ist sie nicht. Ihr kann man am besten begegnen, indem man das Gesicht und/oder die betroffenen anderen Hautregionen regelmäßig von einer Kosmetikerin reinigen lässt und gelegentlich einem Peeling unterzieht.
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Acne papulopustulosa

Diese Akneform kann in jedem Alter auftreten und zählt zu den eher schweren Akneformen. Typisch für sie: dicke, entzündete Eiterblasen und Knoten im Gesicht, auf dem Dekolleté, den Schultern und dem Rücken. Eine „Therapie“ sollte nicht auf eigene Faust versucht werden, die Akne papulopustulosa gehört in die professionelle Behandlung eines Hautarztes.
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Acne conglobata

Die Acne conglobata bietet das Bild der Akne in ihrer schwersten Form: eine ausgeprägt fettige Haut mit vielen schmerzhaften, entzündeten Knoten, Abszessen, und Fistelbildung. Betroffen davon sind das Gesicht (vor allem im Wangenbereich und an den Schläfen) und oft der gesamte Rücken. Nach Abheilung bleiben dicke Narben zurück. Diese schwere Akneform ist ohne hautärztliche Hilfe nicht zu besiegen. Versuche, bei Eiterpusteln selbst Hand anzulegen, bergen die Gefahr ernster gesundheitlicher Folgen.
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Acne inversa

Die Ursachen dieser sehr schweren Akneform mit Eiterbeulen in den Leisten, der Brust- und Oberarmregion, den Achselhöhlen und  im Beckenboden-, Skrotal- und Afterbereich sind nicht bekannt. Offenbar gibt es aber einige Faktoren, die ihr Auftreten begünstigen. Dazu zählen Diabetes mellitus, Übergewicht, Rauchen und zu enge Kleidung. Die Acne inversa ist nicht nur körperlich, sondern auch psychisch eine enorme Belastung für die Betroffenen, meist junge Menschen zwischen 20 und 30 Jahren. Aus riesigen Komedonen in den betroffenen Bereichen entwickeln sich abgekapselte Eiteransammlungen, die nur noch im Rahmen eines operativen Eingriffs zu beseitigen sind.
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Acne exoriée

Die Acne exoriée des jeunes filles ist als autoaggressive Störung viel mehr eine Erkrankung der Seele als der Haut. Die Betroffenen – meist sind es junge Mädchen und Frauen – kratzen, quetschen und drücken zwanghaft an kleinen Hautveränderungen herum, sodass diese sich entzünden, verschorfen und vernarben. Der sicherlich gut gemeinte Rat, doch „die Finger davon zu lassen“, hilft nicht, denn er heilt das zugrundeliegende seelische Problem nicht. Deshalb ist der richtige Ansprechpartner bei Acne exoriée des jeunes filles auch nicht in erster Linie der Hautarzt, sondern ein Psychotherapeut.
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Kosmetikakne

Wenn Sie schon längere Zeit bestimmte Hautpflege- und Kosmetikprodukte verwenden und sich nun zunehmend Hautunreinheiten entwickeln, kann das daran liegen, dass diese Produkte Stoffe enthalten, die komedogen wirken – etwa Vaseline, Mineralöl, Silikonöle (zum Beispiel Dimethicon, Simethicon, Cyclomethicone) oder Tenside.
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Bodybilder-Akne

Dopingmittel oder Anabolika zur Leistungssteigerung bringen nicht nur schwere Gesundheitsrisiken mit sich, die sich unter Umständen erst Jahre später bemerkbar machen können – ihre Einnahme kann auch von heute auf morgen verräterisch zutage treten: in Form der sogenannten Bodybuilder-Akne. Dann treten plötzlich Hautveränderungen an Gesicht und Rücken auf – bei jungen Männern, die noch nie Akne hatten. Oder eine bislang leichte Akne „explodiert“ geradezu über Nacht.
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Kontaktakne, Acne venenata

Bestimmten Chemikalien – zum Beispiel Chlor, Teer oder Öl (Mineralöle und Schmierstoffe) – können zum typischen Bild einer Akne führen, wenn man mit ihnen in Berührung kommt.
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Mallorca-Akne, Acne aestivalis

Sind es bestimmte Stoffe, die in manchen Sonnenschutzmitteln enthalten sind? Oder solche, die zum Hautfett ganz natürlich dazugehören? Auf alle Fälle hat die Sonne Anteil an der Entstehung einer sogenannten Mallorca-Akne – und zwar auch dann, wenn man hinter Glas in einem geschlossenen Raum sitzt. Verantwortlich ist das UVA-Licht, das in Kombination mit bestimmten Antigenen, die aus Sonnenschutzmitteln, Hautfett oder anderen Chemikalien kommen können, bei manchen Menschen akneartige Hauterscheinungen provoziert.

Typischerweise tritt die Akne erst ein paar Tage nach Sonnenexposition auf: stark juckende Pickelchen vor allem am Hals, auf dem Dekolleté und den Schultern. Junge Menschen sind ganz besonders empfänglich dafür – vor allem, wenn sie zu fettiger Haut neigen beziehungsweise überhaupt eine Neigung zu Akne haben. Im Grunde ist die Mallorca-Akne aber viel mehr eine Lichtdermatose als eine Form der Akne, da die aknetypischen Komedonen fehlen.

Am wirksamsten kann man sich natürlich vor der Mallorca-Akne schützen, indem man die Sonne meidet. Bei starkem Juckreiz helfen Antihistaminika. Auch Vitamin-A-Säure-haltige Gels und Cremes können Linderung verschaffen. Kortison ist dagegen nur in Ausnahmefällen notwendig.
Wenn man schon weiß, dass man empfindlich für Mallorca-Akne ist, kann man folgende Gegenmaßnahmen treffen:
  • Die Haut langsam an die Sonne gewöhnen,
  • der Haut Lichtschutz durch Kleidung bieten,
  • ein fettfreies Sonnenschutzmittel verwenden, das physikalische Lichtschutzfaktoren gegen UVA und UVB enthält,
  • nach dem Sonnenbad fettfreie After-Sun-Produkte verwenden.

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Freunde am Strand
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Ganz schön wild: Die Pubertät ist eine Zeit des Umbruchs – die Hormone spielen verrückt. Mancher hat dann mit Hautproblemen zu kämpfen.
Mädchen vor dem Spiegel
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Keine Panik! Mitesser sind „Mit-Läufer“ der Pubertät und verschwinden danach meist von selbst.
Gesicht mit Akne
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Immer zum Arzt: Bei Acne papulopustulosa sollte man von allen Versuchen der „Selbstbehandlung“ Abstand nehmen.
Mann mit Hanteln
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Verräterisch: Wenn sich bei Kraftprotzen plötzlich die Haut verändert, sind vielleicht Anabolika die Ursache dafür.
Freunde am Strand
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Sonnenbad-Folgen: Sonne kann in Verbindung mit bestimmten Bestandteilen von Sonnenschutzmitteln zur Mallorca-Akne führen.