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descriptionAuge
Manche Menschen sehen bereits von Kindheit an schlecht. Die meisten Einschränkungen der Sehkraft entstehen jedoch erst mit zunehmendem Alter.
descriptionAnwendung von Augentropfen
Bildschirmarbeit, Klimaanlagen, hormonelle Veränderungen und Krankheiten beeinträchtigen den Tränenfilm. Die Augen fühlen sich trocken an.
descriptionLöwenzahn
Zugluft, Blütenpollen und Krankheitserreger können die Bindehaut entzünden. Das Weiß des Augapfels rötet sich, die Augen brennen und sind sehr lichtempfindlich.
descriptionAuge einer alten Frau
Der Hauptrisikofaktor von Grauem Star, Glaukom und Makuladegeneration ist das Alter. Ab 40 Jahren ist der regelmäßige Augencheck deshalb ein Muss.
descriptionSeniorin mit Sonnebrille
Eine gefürchtete Folge der Zuckerkrankheit ist diabetische Retinopathie. Der Schaden lässt sich nur im frühen Stadium beheben, sonst droht die Erblindung.
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Scharfsicht in Gefahr

Ein grandioser biologischer Bauplan macht das Auge zu einem unersetzlichen Sinnesorgan, das jeder Hightech-Kamera überlegen ist. Das Auge kann in Sekundenbruchteilen von nächster Nähe auf große Distanz umschalten. Es versucht, in der Dunkelheit die letzten Lichtstrahlen zu erhaschen und kann bei grellem Sonnenschein mehr als nur Lichtblitze erkennen.

Im Überblick



So funktioniert das Auge

Hinter der durchsichtigen Hornhaut (Cornea) liegt die vordere Augenkammer, in der sich das Kammerwasser befindet. Es erneuert sich ständig und versorgt das Augeninnere mit Nährstoffen. Nach innen wird die vordere Augenkammer von der Regenbogenhaut (Iris), die dem Auge seine charakteristische Farbe verleiht, begrenzt. Durch ein Loch in der Iris, die Pupille, gelangen Lichtstrahlen ins Innere des Auges. Je nach Lichtmenge öffnet sich die Pupille weit oder zieht sich zusammen. Außerdem ist die Pupille die Verbindung zwischen der vorderen und der hinteren Augenkammer, die sich zwischen Iris und Linse befindet.

Die Augenlinse ist durch elastische Fasern (Zonulafasern) fixiert und besitzt selbst eine gewisse Elastizität. Diese Beweglichkeit ermöglicht es dem Auge, nahe und entfernte Objekte scharf zu sehen. Tritt Licht durch die Pupille, so fällt es durch die Linse und den gallertartigen Glaskörper auf die Netzhaut (Retina) am Ende des Auges. Dort trifft es auf die Stelle des schärfsten Sehens, die Makula, auch gelber Fleck genannt. In der Makula sind die lichtempfindlichen Zellen besonders dicht verteilt.

Nahe der Makula tritt der Sehnerv aus dem Auge, über den die Lichtreize als elektrische Impulse an das Gehirn weitergeleitet werden. Da sich hier überhaupt keine lichtempfindlichen Zellen befinden, wird diese Stelle auch blinder Fleck genannt. Die Netzhaut wird über die dahinterliegende Aderhaut versorgt, in der die Blutgefäße liegen. Die Festigkeit des Auges wird durch die Lederhaut gegeben, die den Augapfel nach außen hin abgrenzt. Die optischen Reize, die beide Augen wahrnehmen, setzt das Gehirn zu einem Gesamtbild zusammen. Erst dann sehen wir eine farbige, bewegliche und dreidimensionale Welt.
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Das Auge unterliegt Alterungsprozessen

Mit dem Alter verändert die Linse im Auge ihre Größe und kann zunehmend eintrüben. An der Netzhaut machen sich Alterungsprozesse bemerkbar. Schon durch diese Vorgänge nimmt die Sehkraft mit dem Alter deutlich ab, ohne dass spezielle Augenkrankheiten vorliegen müssen. Ein Beispiel ist die Altersweitsichtigkeit. Sie entsteht, weil die Linse nicht mehr so flexibel ist wie bei jungen Menschen.

Die häufigsten Erkrankungen der Augen im Alter sind grauer Star,
Glaukom (grüner Star), altersabhängige Makuladegeneration (AMD). Das Glaukom, die AMD und außerdem die diabetische Retinopathie sind sehr ernste Augenkrankheiten, da sie zur Blindheit führen können. Dabei haben die Patienten zu Beginn der Erkrankung keinerlei Beschwerden. Die treten erst dann auf, wenn das Auge schon bleibende Schäden erlitten hat. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt können sicherstellen, dass eine Therapie beginnt, bevor das Sehen beeinträchtigt ist.
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Typische Alterserscheinung: Weitsichtigkeit

Die meisten Menschen über 40 kennen das Phänomen: Auf die Ferne erkennen sie kleinste Details, doch bei der Zeitungslektüre oder am Computerbildschirm können sie die Schrift nicht mehr richtig lesen, das Kleingedruckte auf Verpackungen verschwimmt zu einem Buchstabenbrei. Zunächst hilft es, den Lesestoff mit ausgestrecktem Arm weiter weg zu halten und den Monitor etwas zu verrücken. Nach einer Weile reicht aber auch das nicht mehr aus, um die Buchstaben klar zu erkennen. Es wird Zeit für eine Brille, die die (Alters-)Weitsichtigkeit ausgleicht.
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Der Ausgleich ist nötig, weil die Augenlinse im Alter langsam ihre Elastizität verliert. Sie kann sich nicht mehr ausreichend krümmen und auf die Nähe einstellen. Tätigkeiten, bei denen man im Bereich bis etwa 50 cm scharf sehen muss, fallen zunehmend schwer. Denn auf diese kurze Entfernung sieht das alternde Auge alles zunehmend unscharf. Die Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) ist keine Krankheit, sondern ein fortschreitender Prozess des Alterns – wie graue Haare oder Falten.

Sogenannte Lesebrillen gleichen die Linsenschwäche aus, indem sie die ins Auge fallenden Lichtstrahlen bündeln. Die Stärke der Gläser richtet sich nach dem Alter und der gewünschten Lese- und Arbeitsentfernung. Besteht außerdem eine Kurzsichtigkeit, können Gleitsichtgläser vielen Betroffenen das ständige Hantieren mit verschiedenen Brillen ersparen.
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Operativ kann die Altersweitsichtigkeit bisher nicht zufriedenstellend behandelt werden. Allenfalls das Lasern funktioniert in einzelnen Fällen. Andere operative Techniken befinden sich im experimentellen Stadium, so auch die akommodierende Kunstlinse. Akkomodation ist die Fähigkeit der Linse im Auge, ihre Brechkraft auf die Entfernung des betrachteten Gegenstandes einzustellen.
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Adressen

Hier finden Sie allgemein verständliche Informationen zu den häufigsten Erkrankungen des Auges.
  • Initiativkreis zur Glaukomfrüherkennung e.V.
    Sehr ausführliche und ansprechend gemachte Internetseite rund um das Glaukom; das Kapitel Therapie bietet detaillierte Informationen zu den verschiedenen Medikamenten und Operationsmöglichkeiten.
  • Bund zur Förderung Sehbehinderter e.V.
    Der Bund ist nach eigenen Angaben die einzige bundesweit arbeitende Selbsthilfeorganisation, welche die Belange aller Sehbehinderten – unabhängig von Art und Schwere der Behinderung – vertritt.

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Grafik: Aufbau des Auges
© Talos/GnuFreeDocumentationLicence
Architektur mit Durchblick: Hinter der schützenden Hornhaut liegt ein optisches System, das uns die Umwelt dreidimensional, in allen Farbschattierungen, aus nächster Nähe und in weiter Ferne sehen lässt.
Lesebrille auf Sehtest liegend
© fotolia
Vom Adlerauge zur Lesebrille: Etwa ab der Lebensmitte fällt es dem Auge zunehmend schwer, auf kurze Distanzen zu akkommodieren. Eine Lesebrille kann die nachlassende Elastizität der Linse ausgleichen und selbst Kleingedrucktem wieder Schärfe verleihen.
Gerät zur Augenuntersuchung
© iStockphoto
Scharfstellung: Mit dem sogenannten Phoropter erkennt der Augenarzt oder der Optiker die Sehschärfe eines Patienten. Durch das Aufsetzen verschiedener Linsen kann er mit diesem Gerät die nötige Brillenglasstärke für optimales Sehen bestimmen.